Author: Matthias Schumacher | Date: 4. Oktober 2012 | Please Comment!

‘s wird Winter! Ja, o ja, ich weiß!
Niesel tröpfeln, Winde wehn,
Und senkt der Tag die Lider leis,
Läßt sich kein Sternlein sehn.

Noch krönt kein Deck’ die Weiher,
Kein Frost malt Blum’ ans Fenster;
Milchig mild verwandeln Schleier
Sommerfeen in Herbstgespenster.

An manchen Baumes starkem Ast
Lädt einsam winkend buntes Blatt
Zieh’nde Schwärme ein zur Rast –
Schwarz sprenkelt graues Matt.

Die Öfen harren ihres Schweiß’,
Das Holz türmt hinterm Haus,
Und manch’ Getier in eil’gem Fleiß
Verschließt das Loch des Baus.

Und was mir der Kalender spricht,
Versteh ich ohne Wort,
Wenn Wirbel welken Laubes drehn –
Das Jahr zerbricht,
Der Herbst verdorrt,
Wenn jene Zeichen stehn.

© 2012 Matthias Schumacher

 

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