Author: Matthias Schumacher | Date: 11. Mai 2012 | Please Comment!

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Es ist nicht die erste Aktion von Autoren und Künstlern, die sich für das Urheberrecht einsetzen. Aber es ist die erste, die bundesweit wahrgenommen wird. Ich habe unterschrieben. Und ich habe aus tiefster Überzeugung unterschrieben. Es sind schon lang alle Argumente ausgetauscht und Erklärungen überflüssig. Hier galt und gilt es, Farbe zu bekennen. Welch ein gewaltiges Podium wurde in den vergangenen Monaten denen geboten, die das Urheberrecht verändern oder abschaffen wollen! Wie wenig kamen die zu Wort, die es stützen, stärken und in ihren Grundfesten erhalten wollen, weil es sinnvoll und nützlich ist, weil es sich bewährt hat und eine Errungenschaft darstellt. Sicher, nichts ist für die Ewigkeit, alles ist im Wandel. Aber solange die Frage „Wovon soll der Künstler, der Autor am Ende des Tages leben?“ unbeantwortet im Raum steht, ist das Urheberrecht wie wir es in Deutschland derzeit haben und Verwertungsrechte nicht die schlechteste Lösung. Vielleicht kommen wir nun endlich dahin, dass Urheber, Nutzer und Urheberrechtsgegner ins Gespräch kommen und sich vielleicht annähern und verstehen können. Und Lösungen finden. Ein Argument wie „Das Urheberrecht in seiner Form wurde von der digitalen Wirklichkeit überholt“ ist inakzeptabel. Ganz einfach, weil es falsch ist und lediglich eine Aussage, die meint, dass etwas, nur weil es geht, richtig ist oder mit der Zeit zwingend richtig werden muss. Würden morgen alle zu morden beginnen und sich daraus eine Gewohnheit ergeben, weil die Behörden mit der Strafverfolgung nicht mehr nachkämen und selber morden würden, wäre es dann richtig? Polemik? Schauen Sie mal, was die Gegenseite an Argumenten zu bieten hat und wie wenige Antworten.
Wir haben das Urheberrecht. Wir sind die Urheber.

Matthias Schumacher
(seit 2006 Wahrnehmungsberechtigter der VG Wort)

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