Author: Matthias Schumacher | Date: 18. August 2010 | Please Comment!

Vor einigen Tagen wurden die Gehälter unserer öffentlich-rechtlichen Intendanten bekanntgegeben und damit endlich bestätigt, was wir schon immer ahnten: Die Arbeit von WDR-Chefin Monika Piel ist mit jährlich 308.000 Euro rund 100.000 Euro mehr wert als alle Eiertänze einer Bundeskanzlerin. Piehl und Mannschaft bieten uns mit der „Sendung mit der Maus“ und dem „NRW Duell“ auch ein weit besseres Programm, sodass man gegen diese Entlohnung nur wenig vorbringen kann. Qualität hat ihren Preis.

Der WDR begeistert die Massen im vertrauten häuslichen Umfeld, wo man jeden Fluchtweg kennt und (in der Regel) nicht wie Vieh eingesperrt wird. Selbst wenn das Getrampel und Gestampfe des „Zimmer frei“-Publikums bedrohlich wirkt und nicht wenig an die Loveparade erinnert, so ist es für Endgerätnutzer doch nur bloße Passivität des Zuschauens und allemal sicherer als in der Schusslinie von Kamellen am Rosenmontagszug zu stehen. Der WDR überträgt auch dies! Übertragungen, die op Kölsch sagen: Blievt doheim, et Levve ist zu schön.
Meine Anteilnahme ist in jedem Fall sicher.

Für Beileidsbekundungen und Inzestöses wenden Sie sich bitte an Domian.

Monika Piel hat es verdient: Ungekrönte Königin einer öffentlich-rechtlichen Nation, deren Handeln von Medien beobachtet, beeinflusst bis bestimmt wird. Sollen unsere wahren Lenkmaschinen nicht fürstlich entlohnt werden? Schadensersatz für ein undankbares, ja unerträgliches TV-Volk, dass die „Servicezeit ‚Essen und Trinken'“ mit Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhöfer nicht recht zu schätzen weiß.

Nur wer kleinlich ist, rechnet nach, wieviele Gebührenzahler es braucht, um an die Gehaltsspitze unseres Staatsfernsehens gelangen zu können. Es sind 19.577!

308.000 Euro – nicht viel für eine Frau in Verantwortung. Verantwortung für Abermillionen Zuschauer. Verantwortung für 4305 Mitarbeiter, die 1,41 Mrd. Euro in Wort und Bild verwandeln. Vielleicht erhielt Piel darum im Jahr 2009 obendrauf noch Zulagen in Höhe von 44.000 Euro.

Dafür gab es unter ihrer Leitung immer ordentlich auf Aug und Ohr. Allein 2008 servierte man uns 10.098 Minuten Spots und Überleitungen. Eine ganze Woche!

Sehen wir es gelassen! Gönnen wir! Leistung soll sich lohnen…

In diesem Jahr erwirtschaftet der Westdeutsche Rundfunk unter der Leitung von Monika Piel laut Haushaltsplan einen Fehlbetrag von 56,8 Mio. Euro.


Foto: Mondo Gasparotto
Bearbeitung: Matthias Schumacher

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